Sicherheit

Bis in die 1970er Jahre saß man überwiegend unangeschnallt im Auto. Die Unfallfolgen waren entsprechend verheerend. Die Zahl der Unfalltoten erreichte 1970 mit 21.332 Opfern den absoluten Höhepunkt.

Relativ zur Verkehrsdichte war 1936 mit 8.388 Toten bei nur 945.000 Zulassungen (1970: 15,1 Mio.) das Negativ-Rekordjahr, hätte sie da bloss ein versicherungsratgeber mit privaten Krankenversicherungen gehabt. Schrittweise hatte man sich bis dahin bereits bei der passiven Sicherheit an die selbsttragende Karosserie ohne starren Rahmen, Sicherheits-Fahrgastzelle und Knautschzonen herangetastet, Sicherheitsgurte und abknickende Sicherheits-Lenksäulen getestet – führend in der Sicherheitsforschung war seit den 1950er Jahren Mercedes.

Die Erfolge können sich sehen lassen: 2003 wurden trotz beinahe dreifacher Automenge im Vergleich zu 1970 nur noch 6606 Verkehrstote gezählt; für 2009 rechnet man mit 4050 Toten bei rund 50 Mio. Autos. Die Ölkrise 1973 löste nicht nur einen Schock aus, sondern auch heilsame Aktivitäten in Richtung Verbrauchsreduzierung.

Die Optimierung des Motormanagements führte zu elektronisch regelbarer Benzineinspritzung anstelle von Vergasersystemen; Verbrauchsreduzierung und Abgasentgiftung gingen Hand in Hand. Um den besonders hohen Verbrauch im Stadtverkehr zu drücken, wurden erste Hybridautos getestet, „Zwitter“ genannt, weil sie sowohl auf den Verbrennungsmotor wie auf Elektrobetrieb setzen.

Der Elektroantrieb allein ist so alt wie das Auto selbst, aber die Reichweite der Batterien hat man noch nicht entscheidend verbessern können.

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